Luoyang Maige Magnesium Industry Co., Ltd

Luoyang Maige Magnesium Industry Co., Ltd

Dynamik der Magnesiumindustrie im Ausland: Utah erwirbt Werk für verschmutztes Magnesium, Österreich erzielt Durchbruch in der Magnesiumlegierungsdrahttechnologie

2026 03/03

Anfang 2026 präsentiert die internationale Magnesiumindustrie ein duales Bild des Nebeneinanders von „Umweltschutz“ und „technologischer Innovation“.

In den Vereinigten Staaten nutzte die Landesregierung von Utah 30 Millionen US-Dollar aus ihrem Regentagfonds, um das stillgelegte US-amerikanische Magnesiumwerk am Westufer des Großen Salzsees zu erwerben. Bei diesem Schritt ging es nicht nur darum, das Kraftwerk daran zu hindern, weiterhin Seewasser zu entnehmen, sondern auch darum, die Kontrolle über ein halbes Jahrhundert unregulierter Verschmutzung zu erlangen. Seit 1972 war die Anlage einer der größten Umweltverschmutzer Utahs und in ihrer Blütezeit für 92 % der giftigen Luftemissionen des Staates verantwortlich. Jahrzehntelang liefen aus nicht ausgekleideten Teichen saure Abfälle in Richtung des Großen Salzsees. Im Jahr 2001 nutzte der Vorgänger des Unternehmens den Konkurs, um der Sanierungspflicht zu entgehen. Die Geschichte schien kurz davor zu stehen, sich zu wiederholen.

Der Deal beendet die Wasserpachtverträge des Unternehmens und sichert Land, das für die Mineralgewinnung bei niedrigem Wasserstand geeignet ist. Die eigentliche Abrechnung beginnt jedoch erst. Die EPA schätzt, dass die Aufräumkosten „weit über“ 100 Millionen US-Dollar betragen werden. Unterdessen strömen Arsen und Blei aus dem freigelegten Seegrund nach Osten in Richtung Salt Lake City.

Auf der anderen Seite des Atlantiks schreibt Österreich ein neues Kapitel in der Magnesiumtechnologie. In einem internationalen Forschungsprojekt des LKR Leichtmetall-Kompetenzzentrums der Österreichischen Technischen Hochschule ist es gelungen, eine Drahtvorbereitungstechnologie für die kalziumhaltige Magnesiumlegierung ZAX210 zu entwickeln. Diese Legierung bietet eine bessere Formbarkeit als herkömmliche Magnesiumlegierungen, steht jedoch bei der Drahtproduktion im industriellen Maßstab immer noch vor Herausforderungen.

Das Forschungsteam entwickelte einen neuartigen Prozessweg: Doppelwalzengießen zur Herstellung eines homogenen Ausgangsmaterials, gefolgt von kontinuierlicher Rotationsextrusion und mehreren Ziehdurchgängen zur Bildung des fertigen Drahtes. Das LKR-Team nutzte Computersimulationen, um die Entwicklung der Kornstruktur während der Verarbeitung systematisch zu analysieren und optimale Parameterfenster für Schlüsselvariablen wie Temperatur und Verformungsrate zu identifizieren.

Diese Studie markiert das erste Mal, dass eine kontrollierbare Verarbeitung der ZAX210-Legierung vom Gussbarren bis zum Feindraht über die gesamte Prozesskette hinweg erreicht wurde, was neue Anwendungswege für Magnesiumlegierungsdrähte in High-End-Bereichen wie medizinischen Geräten und 3D-Druck eröffnet.