Ein bekannter europäischer Eisenbahnverkehrskonzern gab kürzlich den offiziellen Start eines Batch-Anwendungsplans für Zugkomponenten aus Magnesiumlegierung bekannt, der in den nächsten drei Jahren über 200 neue Hochgeschwindigkeitszüge mit Sitzrahmen, Gepäckträgern und Innenverkleidungsteilen aus Magnesiumlegierung ausrüstet. Dies stellt die umfangreichste Anwendung von Magnesiumlegierungsmaterialien im europäischen Schienenverkehr dar und markiert die erfolgreiche Ausweitung von Magnesiumlegierungen vom Leichtbau in der Automobilindustrie auf den Schienenverkehr.
Berichten zufolge wurden diese Magnesiumlegierungskomponenten von mehreren Materialunternehmen und Komponentenlieferanten gemeinsam entwickelt. Dabei kommen neue korrosionsbeständige Magnesiumlegierungsmaterialien und fortschrittliche Oberflächenbehandlungstechnologien zum Einsatz, die den 30-jährigen Lebensdaueranforderungen von Schienenfahrzeugen gerecht werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Stahlkomponenten erreichen Komponenten aus Magnesiumlegierung eine Gewichtsreduzierung von 50–60 %, was einer Gewichtsreduzierung von etwa 8 Tonnen pro Zug entspricht. Berechnet über den 30-jährigen Lebenszyklus des Zuges können die Energiesparvorteile durch Gewichtsreduzierung die zusätzlichen Materialkosten ausgleichen.
